Wird die Integrationsfunktion der Medien zum „Auslaufmodell“? Bericht von der Jahrestagung 2017

Globalisierung und Digitalisierung führen tendenziell zu sozialer Desintegration, so Medienethikprofessor Alexander Filipović bei der Eröffnung der Jahrestagung des Netzwerks Medienethik in München. Wird die Integrationsfunktion der Medien zum „Auslaufmodell“? Die Tagungsteilnehmenden waren sich einig, dass diese Aufgabe wichtiger ist denn je – angesichts aufkommender Nationalismen und Social Media-Kommunikation in Echokammern und Filterblasen.  Wie können Journalist_innen diese Integrationsfunktion wahrnehmen, die nach Filipović darin besteht, Gesellschaft als Ganzes zu sehen und Einzelne einzubinden? Etwa Geflüchtete: „Darüber berichten wir genauso wie über andere Themen“, sagte Steffen Jenter, Politik-Ressortleiter beim Bayerischen Rundfunk. Er antwortete auf die Frage nach seiner ethischen Haltung, er verstehe sich als „Anwalt für Demokratie und…

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Pre-Conference zur NME Jahrestagung 2017

Vor dem Get together zur Jahrestagung des Netzwerks Medienethik trifft sich die Nachwuchsgruppe Kommunikations- und Medienethik am Mittwochnachmittag (15.02.17, ab 16 Uhr) zum interdisziplinären wissenschaftlichen Austausch. Wir freuen uns sehr, dass uns auch in diesem Jahr erfahrene WissenschaftlerInnen der Fachgruppe mit Ihrem Feedback unterstützen! Treffpunkt ist Seminarraum 2 der Hochschule für Philosophie. Tagesordnung 16.00-16.30 Uhr Nadine Ranger, M.A. (Otto-Friedirch-Universität Bamberg): "Mediennutzungsgewohnheiten und mediale Integration von Flüchtlingen." 16.30-17.00 Uhr Leonie Seng, M.A. (Pädagogische Hochschule Ludwigsburg): "Automatisiertes Fahren – eine Frage der Ethik?" 17.00-17.30 Uhr Dr. Petra von Gerr (ZIPAR): "Externes Promovieren: Hilfen und Hürden." (Informationsvortrag) 17.30-18.00 Uhr Plenum: Offene Diskussion über…

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Jetzt erschienen: „Gesellschaft ohne Diskurs? Digitaler Wandel und Journalismus aus medienethischer Perspektive“

Gerade erschienen ist der medienethische Band „Gesellschaft ohne Diskurs? Digitaler Wandel und Journalismus aus medienethischer Perspektive.“ Der Band ist eine Dokumentation unserer Jahrestagung 2015. Bestellen können Sie das Buch z. B. beim Verlag. Einen Überblick über weitere Bücher der Reihe Kommunikations- und Medienethik erhalten Sie hier. Thema Journalismusethik Im Zuge der Digitalisierung ist oft von einer Verrohung öffentlicher Debatten die Rede. Der Journalismus steckt zudem in einer tiefen Vertrauenskrise. Durch den digitalen Wandel erhöht sich die Gefahr einer Gesellschaft ohne sachgerechten Diskurs. Inwiefern kann Journalismus unter den sich verändernden Bedingungen seiner Aufgabe der Herstellung und Begleitung der öffentlich-gesellschaftlichen Debatte gerecht…

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Produsage: wo bleibt die medienethische Verantwortung der UserInnen? (Tagung am 13.3., St. Pölten)

Zum dem mittlerweile 2. Symposium Medienethik lädt die Fachhochschule St. Pölten ein. Die Tagung findet statt am 13.03.2017 (13:00 – 19:00 Uhr) in St. Pöltern (Österreich). Unter dem Titel „Produsage: wo bleibt die medienethische Verantwortung der UserInnen?“ soll ein Phänomen beleuchtet werden, das die Medienwirtschaft und -praxis immer stärker berührt. Nicht nur Journalistinnen und Journalisten sowie professionelle Medienproduzentinnen und -produzenten erstellen Content, informieren oder unterhalten die Öffentlichkeit, sondern wir alle als Medienrezipientinnen und -rezipienten sind vermehrt (durch Blogs, Social Media, als womöglich zufällige Bürgerjournalistinnen und -journalisten) in der Medienproduktion tätig: Wir sind „ProduserInnen“. Daraus ergibt sich eine neue Art von Verantwortung für…

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Böhmermann, Populismus und Postfaktizität – Ein medienethischer Jahresrückblick auf 2016

Hinter uns liegt ein furchtbares Jahr: Terror, Krieg, die Erfolge der Populisten und Antidemokraten – das alles beschäftigt uns immer noch. Wie die Medien darüber berichten – das können und sollen wir kritisch beobachten. Der medienethische Jahresrückblick für 2016 hat die Themen Kölner Sylvesternacht, Medien und Terror in Nizza und München, Böhmermanns Satire und die Herausforderungen des "postfaktischen Zeitalters" für Medien und Journalismus. Vorweg und weil man es nicht oft genug sagen kann: In Zeiten, in denen sich alle am öffentlichen Gespräch beteiligen, ist Medienkritik immer auch Selbstkritik. Die Akteure der öffentlichen Kommunikation sind nämlich schon längst nicht mehr nur das…

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Kommunikationsfreiheit im digitalen Zeitalter – Neues Heft von Communicatio Socialis erschienen

Ethische Perspektiven zur Freiheit der Information, Kommunikation und der Medien thematisiert das aktuelle Heft von Communicatio Socialis. Das Heft ist online erschienen; einige Texte sind frei erreichbar. Nachrichtenvernachlässigung und die Pressefreiheit weltweit sind wichtige Themen im Heft. Horst Pöttker formuliert 12 Thesen über die Kommunikationsfreiheit im digitalen Zeitalter. – Communicatio Socialis ist eine Zeitschrift für Medienethik und Kommunikation in Kirche und Gesellschaft. Medienethischer Schwerpunkt: Freiheit der Kommunikation Eingangs stellt Horst Pöttker zwölf Thesen zur Kommunikationsfreiheit im digitalen Zeitalter auf. Einerseits, so Pöttker, tragen neue Kommunikationstechnologien dazu bei, die Vielfalt in der Medienlandschaft zu erhöhen und mehr Menschen Zugang zu Medien zu verschaffen; andererseits bergen sie…

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Integration durch Medien – Aufgabe oder Auslaufmodell? Einladung zur Jahrestagung des Netzwerks Medienethik 2017

Integration, der soziale Zusammenhalt der Gesellschaft, ist eine große ethische Herausforderung für die Medien. Diese Aufgabe wird aktuell besonders durch Zuwanderung, Flucht und Migration herausgefordert. Dies nimmt das Netzwerk Medienethik zum Anlass, Integration und Inklusion zum Thema ihrer Jahrestagung 2017 zu machen. Tagungswebsite mit Anmeldung: tagung2017.netzwerk-medienethik.de. "Integration" gilt als eine der wichtigsten Aufgaben der Massenmedien; in einer demokratischen Gesellschaft haben sie den Auftrag, zum sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft beizutragen. Integration kann in einer pluralistischen Gesellschaft nur gelingen, wenn verschiedene gesellschaftliche Wirklichkeitsentwürfe und Werte zum Zuge kommen können. Massenmedien müssen sich somit daran messen lassen, ob es ihnen gelingt, einen Dialog zwischen Individuen mit…

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Stellenausschreibung Medienethik (wiss. Mitarbeiter/in, 50%) am neuen zem::dg

Am Zentrum für Ethik der Medien und der digitalen Gesellschaft (zem::dg), einer Kooperation von Katholischer Universität Eichstätt-Ingolstadt und Hochschule für Philosophie München, ist ab sofort eine Stelle im Umfang von 50 % als wissenschaftliche Mitarbeiterin / wissenschaftlicher Mitarbeiter für zunächst 3 Jahre zu besetzen (Quelle). Aufgabengebiet Das Aufgabengebiet umfasst die verantwortliche Mitarbeit bei allen Aufgaben des zem::dg. Dazu gehören die Arbeit an Forschungsprojekten, die Koordination der Organisations- und Verwaltungsarbeiten des Zentrums (inkl. Pflege des Webangebotes des Zentrums), die Konzeption und Durchführung der PR für das zem::dg, die Beteiligung an der Lehre (vorrangig Ethik) in den Studiengängen der Journalistik in Eichstätt (KU) und…

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Brauchen Maschinen Ethik? – Das Tagungsprogramm

Die diesjährigen Tagung des Interdisciplinary Media Ethics Center Vienna findet vom 1. bis 3. Dezember 2016 an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg (PHL) statt. Titel: „Brauchen Maschinen Ethik – und wenn ja, welche? Interdisziplinäre Perspektiven auf selbständig ‚handelnde‘ und ‚kommunizierende‘ Systeme“. Die Durchführung ist eine Kooperation der Forschungsgruppe Medienethik der PHL (Leitung Matthias Rath) sowie der Professur „Kommunikations- und Medien­­wissenschaft mit dem  Schwer­punkt soziale Kommu­nikation und Mediatisierungs­­for­schung“ (Friedrich Krotz) am ZeMKI der Universität Bremen. Thema der Tagung sind die ethischen Konsequenzen aus einer zunehmenden Kommunikation und Steuerung durch autonome Systeme vor dem Hintergrund der Mediatisierungs­kon­zeption. Informationen zur Tagung, der vollständige CfP sowie das Programm sind hier verfügbar. Teilnahme: Die Teilnahme…

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Immer nur das eine? Sexualität und Medien. Neues Heft von Communicatio Socialis erschienen

Ethische Perspektiven auf das Verhältnis von Sexualität und Medien präsentiert das aktuelle Heft von Communicatio Socialis. Das Heft ist online erschienen; einige Texte sind frei erreichbar. „Germany’s Next Topmodel“ ist ebenso Thema wie die Berichterstattung über die Kölner Sylvesternacht. – Communicatio Socialis ist eine Zeitschrift für Medienethik und Kommunikation in Kirche und Gesellschaft. Medienethischer Schwerpunkt: Sexualität und Medien Mit sexualisierenden Darstellungsweisen im Kinder- und Jugendfernsehen befasst sich Maya Götz. Anhand verschiedener Studien zu Formaten wie „Germany’s Next Topmodel“ zeigt sie auf, welche Folgen Hypersexualisierung insbesondere für junge Zuschauerinnen hat. Zwischen Jugendmedienschutz und „Porno-Kompetenz“ (frei als Leseprobe!): Der Umgang Jugendlicher mit sexuellen Unterhaltungsangeboten steht bei Andreas Büsch und Benedikt…

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Verlängert bis 1.11.16: CfP Medienethik „Migration, Integration, Inklusion“ – #nme17

Das Netzwerk Medienethik veranstaltet im Februar 2017 seine Jahrestagung unter dem Titel „Migration, Integration, Inklusion – medienethische Herausforderungen und Potenziale für die digitale Mediengesellschaft“.  Der Call for Papers zur Jahrestagung 2017 ist auf vielfachen Wunsch verlängert worden bis zum 1.11.2016. Die vollständige Einladung zur Einreichung finden Sie hier. Das Vorbereitungsteam freut sich über Ihre Einreichungen. Die Tagung findet statt am 16.-17. Februar 2017 in München und wird ausgerichtet zusammen mit der Fachgruppe Kommunikations- und Medienethik in der DGPuK und in Kooperation mit der Akademie für politische Bildung, Tutzing.

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Dialogreihe „Medienkrise“ an der HfPh München

Bekannte Journalistinnen und Journalisten diskutieren an der Hochschule für Philosophie München über die Veränderungen in der Medienwelt und ihre Konsequenzen für die Ethik. Am 19.10.2016, 18.00 Uhr, sind bei der ersten Veranstaltung ZDF-Chefredakteur Peter Frey, der ehemaliger Chefredakteur von Spiegel und Süddeutscher Zeitung, Hans-Werner Kilz, und die stellvertretende Die-Zeit-Chefredakteurin Sabine Rückert zu Gast. Die Medienwelt ändert sich – und mit ihr Art und Weise der öffentlichen Kommunikation. Die Reihe mit Markus Schächter und Alexander Filipović behandelt diese Veränderungen und begreift den Medienwandel als Krise und ethische Herausforderung. Denn Medien haben nach wir vor eine zentrale Aufgabe in unserer Demokratie. Unabhängigkeit der…

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Ethik-Untersuchung und neuer Kodex für die PR-Branche in Österreich

Der österreichische PR-Ethik-Rat hat in einer qualitativen Studie die ethischen Probleme der Kommunikationsbranche herausgearbeitet. In Tiefeninterviews wurden 16 PR-PraktikerInnen befragt sowie im Vorfeld Gespräche mit ExpertInnen aus Medienethik und Branche geführt. Die Studie „Ethik im Alltag. Qualitative Befragung und Analyse über ethische Herausforderungen, Dilemmata und Probleme österreichischer PR PraktikerInnen“ (Gabriele Faber-Wiener, Sabine Einwiller) erhalten Sie hier. Weiterhin hat der PR-Ethik-Rat einen Ethik-Kodex für richtiges Verhalten in der digitalen Kommunikation präsentiert. Der Online-Kodex gibt Handlungsempfehlungen für die Kommunikations-Praxis, damit KommunikatorInnen im Digital-Bereich ethisch korrekt sowie transparent und objektiv agieren können. Den „Kodex des Österreichischen Ethik-Rats für Public Relations ‚Ethik in der Digitalen Kommunikation‘“ erhalten Sie hier. Der…

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Nachbericht vom Nachwuchstag: Der #nwt16

Vom 08.-10. September lud das Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung (IfKW) der LMU zum 3. DGPuK-Nachwuchstag (#nwt16) nach München. Vom Zeitmanagement über Lehrmethoden bis zum Drittmittelerwerb deckten erfahrene Wissenschaftler_innen in Workshops und Vorträgen ein breites Themenspektrum rund um die akademischen Karriereplanung ab. Neben professionellem Input spielten natürlich auch Austausch und Vernetzung unter Nachwuchswissenschaftler_innen eine entscheidende Rolle. Dabei gab es erfreulicherweise auch Raum für die Vorstellung jeder Nachwuchsgruppe per Poster-Session und Flyern. Wir freuen uns, in der Nachwuchsgruppe Kommunikations- und Medienethik neue Mitglieder begrüßen zu dürfen und bedanken uns herzlich bei unseren Münchner Kollegen_innen für die gelungene Organisation des #nwt16! Dem…

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Jetzt noch einreichen: CfP Medienethik „Migration, Integration, Inklusion“ – #nme17

Das Netzwerk Medienethik veranstaltet im Februar 2017 seine Jahrestagung unter dem Titel „Migration, Integration, Inklusion – medienethische Herausforderungen und Potenziale für die digitale Mediengesellschaft“. Der Call for Papers zur Jahrestagung 2017 ist nur noch offen bis zum 1. Oktober 2016. Die vollständige Einladung zur Einreichung finden Sie hier. Die Tagung findet statt am 16.-17. Februar 2017 in München und wird ausgerichtet zusammen mit der Fachgruppe Kommunikations- und Medienethik in der DGPuK und in Kooperation mit der Akademie für politische Bildung, Tutzing.

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