
Die Zeitschrift für Ethik und Moralphilosophie (ZEMO) sucht Beiträge zu einer Philosophie der Propaganda. Einsendeschluss ist 1.10.2026.
Den Begriff Propaganda umgibt eine Aura des Negativen. Nicht selten wird er mit der Vereinnahmung und Verzerrung von Wirklichkeit in Verbindung gebracht – als Bezeichnung für eine Kommunikationsform, die auf die „falsche“ Art und Weise für eine Idee wirbt. Manchmal ist auch von Propaganda die Rede, wenn einem die propagierten Inhalte schlicht suspekt erscheinen. Doch damit droht das Wort zur bloßen Ablehnungsvokabel zu werden – einem Etikett ohne analytischen Gehalt. Ohne klare Bestimmung seiner unterstellten negativen Bedeutung lässt sich der Begriff für ernsthafte Debatten kaum fruchtbar machen.
Genau hier setzt der neue Schwerpunkt der Zeitschrift für Ethik und Moralphilosophie (ZEMO) an. Er lädt dazu ein, den Propagandabegriff grundlegend zu klären: Was genau ist (prima facie) so problematisch daran? Welche Art von Fehler macht, wer Propaganda betreibt? Und stimmt es überhaupt, dass Propaganda notwendigerweise etwas Problematisches an sich hat?
Beiträge können auf Deutsch oder Englisch bis 1.10.2026 eingereicht werden und sollen einen Umfang von maximal 9.000 Wörtern nicht überschreiten.
Alle Beiträge durchlaufen ein Double-Blind-Peer-Review. Akzeptierte Beiträge werden im Rahmen des Continuous-Article-Publishing-Modells unmittelbar auf der ZEMO-Website veröffentlicht.
Den ganzen Call for Papers mit allen Informationen zur Einreichung sowie die englische Beschreibung finden Sie hier.